Aufrollen

From Reitlehre Wiki
Jump to: navigation, search
Qsicon Fokus2.svg Dieser Artikel wurde am 15. November 2017 auf den Seiten der Qualitätssicherung eingetragen. Bitte hilf mit, ihn zu verbessern, und beteilige dich bitte an der Diskussion!
Folgendes muss noch verbessert werden: Es fehlen Quellenangaben und Textteil --Knut (Diskussion) 08:48, 15. Nov. 2017 (CEST)
Autor
Knut Krüger

Begriffsdefinition

Das Pferd nimmt eine Haltung ein, bei der die Stirn-Nasenlinie hinter der Senkrechten verläuft

Durchführung

Text hier eingeben

Fehler

Aufrollen ist oftmals eine Folge von Handfehlern.

Ursache

Dies ist, je nach Ganaschenfreiheit des Pferdes und je nach stärke des Aufrollens, schmerzhaft für jedes Pferd. Das Pferd beginnt sich der Hand nach hinten zu entziehen. Für alten Ausbilder war es selbstverständlich, dass die Hand ruhig zum Pferdemaul steht. Also ist bei einer ruhig stehenden Hand z. B. im Trab und Galopp kein taktmäßiges Ziehen am Zügel zu merken, da die Hand immer mit gleich starker Verbindung dem Pferdemaul folgt. Bei Paraden wird der Druck durch "in die Hand treiben" kurzfristig verstärkt, aber auch dann mit der dem Pferdemaul (eventuell taktmäßig) folgenden Reiterhand.

Wenn bei einem eiligen Pferd dauerhaft versucht wird, das Tempo mit den Zügeln zu begrenzen, versuchen viele Pferde dem Druck des Gebisses nach hinten auszuweichen.

Weiterhin wäre es möglich, dass dem Pferd keine Selbsthaltung ermöglicht wird. Einerseits wird die Selbsthaltung in A-Dressur durch "Überstreichen an der offenen Zirkelseite" als Lektion gefordert, andererseits wurden früher die ersten drei Punkte der Skala der Ausbildung als Gebrauchsreiten bezeichnet. (Referenz? Eventuell Dogmen der Reitkunst von Kurt Albrecht) Das bedeutete, das man zunächst einmal das Pferd so ausbildet, dass es die Möglichkeit hat, sich so zu bewegen, als ob der Reiter nicht auf dem Pferd sitzt. Mit eingeschlossen ist dann natürlich die Selbsthaltung, da ja dem freilaufenden Pferd auch keiner die Höhe des Kopfes aufzwingt, sondern, dass das Pferd sich mit dem Kopf passend zu der Aktivität der Hinterhand ausbalanciert. Wichtig ist hierfür, das das Pferd die Möglichkeit bekommt den Kopf in allen Höhen von zu tief bis zu hoch zu halten. Es wird sich dann je nach Versammlungsgrad in der richtigen physiologischen Haltung einstellen.

Gibt man dem Pferd nicht die Möglichkeit zu erfühlen, in welcher Höhe es den Kopf tragen sollte, so wird es eine unphysiologische Haltung einnehmen und die wiederum führt zu Verspannungen, Fehlhaltungen und meistens nach einiger Zeit zu Schmerzen.

Korrektur

Die Zucht der Reitpferde hat seit den 80er Jahren vermehrt Pferde mit immer leichtem Genick hervorgebracht. Das bedeutet, dass immer mehr Pferde mit wenig Zügeldruck geritten werden müssen. Auch gibt es immer mehr Korrekturpferde mit leichtem Genick. Diese lassen erst einmal überhaupt fast keinen Zügelkontakt zu. Nun wird aber immer wieder auf die Verbindung der Reiterhand mit dem Pferdemaul geachtet. Hängt der Zügel durch, so muss nachgefasst werden. Auf Turnier steht im Protokoll "keine Anlehnung" und das auch bei exakt ausgeführten Lektionen.

Solche Pferde können bei guter Ausbildung alle Lektionen im Rahmen der Skala der Ausbildung bis zur Versammlung exakt ausführen. Auf alten Bildern war dies oft zu sehen. Also müsste man die Anlehnung als "Anlehnung an die Reiterhilfen" definieren, sonst müsste man erst wieder die Anlehnung erarbeiten.

Wenn zwei Fehler gleichzeitig auftreten, muss man sich entscheiden welcher zuerst korrigiert werden soll. Man beginnt mit demjenigen, der schwerwiegender ist. Als schwerwiegender muss das Gehen des Pferdes mit engem Genick und Stirn/Nasenlinie hinter der Senkrechten betrachtet werden. Also lässt man den Zügel so lange durchhängen, bis das Pferd wieder an die Hand herantritt. Verlangt man erst Zügelkontakt hinter der Senkrechten (der dann Fälschlicherweise von Beobachtern als Anlehnung akzeptiert wird), so kommt die Hinterhand immer höher, das Pferd wird fester und die Losgelassenheit ist, der rein optischen Anlehnung geschuldet, auch noch verschlechtert.


Einzelnachweise

Einzelnachweise werden nachgereicht