Sitz

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Autor
Knut Krüger

Begriffsdefinition

FN:

„Der richtige Sitz ist Grundlage jeder reiterlichen Einwirkung. der Reiter muss lernen, sich auf dem Pferd auszubalancieren. Nur dann kann er mit dem Pferd auch in unterschiedlichen Situationen zu einem gemeinsamen Gleichgewicht finden. Durch geschmeidiges und zwangloses Sitzen schwingt der Reiter mit den Bewegungen des Pferdes mit, ohne sich dabei festzuklammern oder zu verkrampfen.

Merke: Der ausbalancierte und losgelassene Sitz ist Voraussetzung für korrekte Hilfengebung und Einwirkung auf das Pferd.[1]

Die absolute Haltung, früher beschrieben durch die Forderung Schulter, Becken Absatz müssen eine Linie bilden, ist in den Richtlinien[2] (wie es schon Steinbrecht forderte) nicht mehr zu finden. nun wird gefordert:Der Dressursitz wird geringfügig durch den Körperbau des Reiters sowie durch die Größe und Rippenwölbung des Pferdes variiert

Durchführung

Die Haltung des Oberkörpers sollte vom Becken aufwärts ähnlich der Haltung des Reiters beim aufrechten Stehen sein.[3] Die Beine sollten mit dem gleichen Gewicht im Steigbügel ruhen, mit dem auch das entlastete Bein beim Stehen auf dem Boden ruht. Die Richtung der Fußspitzen entspricht etwa derjenigen Haltung, die man beim Reiter im Laufen sieht. Der Absatz sollte der tiefste Punkt sein, aber nicht unnatürlich durchgedrückt werden.

Eine weitere Formung zu einem Sitz nach Lehrbuch würde Verspannungen hervorrufen. Haltungsfehler, die der Reiter auch im Stehen zeigt, wird er solange beim Reiten übernehmen, bis er diese auch im täglichen Umgang ablegen kann.


Voraussetzungen

Hat der Reiter einen guten Sitz erlernt, ist er in der Lage kleiner Mängel bei Pferd und Sattel auszugleichen. Die Voraussetzung zum Erlernen eines guten Sitzes aber ist, dass das Pferd zu mindestens die Losgelassenheit erreicht hat. Alle weiteren Schritte der Skala der Ausbildung erleichtern das Erlernen des Sitzes. Der Sattel sollte, ebenso wie er dem Pferd angepasst wird, auch für den Reiter passend sein. Insbesondere muss auf die Lage der Sitzfläche geachtet werden, sie sollte einen geraden ausbalancierten Sitz ermöglichen. Oftmals liegt der Sattel hinten zu tief, was einen losgelassenen Balancesitz verhindert. Dies muss langfristig durch einen Sattler, kurzfristig durch keilförmige Einlagen korrigiert werden.[4] Ein weiterer Punkt, der am meisten beim Leichttraben und beim leichten Sitz störend wirkt, ist die Lage der Steigbügelaufhängung. Oftmals ist dies für den Reiter zu weit vorne und eine verlängerte Sturzfeder ist hier hilfreich.

Erlernen

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Überprüfung

Leichttraben

Fällt der Reiter beim Leichttraben immer wieder zu früh in den Sattel, sollte er versuchen, ob es ihm möglich ist, anstatt sich hinzusetzten, zwei Tritte stehen zu bleiben. Gelingt dies so ist das Leichttraben ausbalanciert.

Korrektur

Leichttraben

Gelingt es dem Reiter nicht zwei Tritte stehen zu bleiben, so kann er versuchen den Absatz anzuheben ein zu tiefer Absatz schiebt den Steigbügel nach vorne. Auch ein Steigbügelriemen, der für den Reiter zu weit vorne angebracht ist, ruft diesen Effekt hervor, hier hilft langfristig eine lange Sturzfeder. Kurzfristig ein deutliches Anheben des Absatzes, auch wenn der Absatz dann nicht mehr tiefster Punkt ist.

Geschichte

Zitat Steinbrecht

„Ein eingewurzeltes Vorurteil hat einen sogenannten Normalsitz des Reiters festgestellt, nämlich eine Körperhaltung, die der Reiter zu Pferde ein für allemal einzunehmen habe. ... Einen Normalsitz zu Pferde, wenn man darunter eine auch nur für die Mehrzahl der Falle richtige Körperhaltung verstehen will, gibt es gar nicht, denn der Reiter sitzt nur dann richtig zu Pferde, wenn der Schwerpunkt, oder vielmehr die Schwerpunktlinie seines Körpers mit der des Pferdes zusammenfällt. Nur dann ist er mit seinem Pferde in vollkommener Harmonie  und gleichsam eins mit ihm geworden. Da aber der Schwerpunkt des Pferdes nach dessen verschiedener Haltung und Richtung sehr verschieden verlegt werden kann, so muß sich danach auch die Richtung des Reiten jedesmal ändern. Es ist das Vorrecht des taktvollen, durchgebildeten Reiters, dem Pferde sogleich anzufühlen, wo Sein Schwerpunkt liegt, sich mit ihm in Harmonie in bringen und nun den Schwerpunkt des Pferdes so zu verlegen, daß durch dessen Haltung sein schöner, leichter und ungebundener Sitz bedingt wird. Es sind dies die wenigen Reiter, von denen mag sagt, daß jedes Pferd unter ihnen um hundert Prozent im Werte steige.“[5]


Einzelnachweise

  1. Grundausbildung für Reiter und Pferd: Richtlinien für Reiten und Fahren; Band 1; FN-Verlag Warendorf, Auflage: 28. ISBN 978-3885422624
  2.  Miesner, Susanne; Bödicker, Georg Christoph; Plewa, Martin, Putz, Michael: Richtlinien für Reiten und Fahren, Bd.2, Ausbildung für Fortgeschrittene. 12 Auflage. Fn-Verlag, Warendorf 1997, ISBN 978-3885422839, S. 51.Lua-Fehler: Der Prozess konnte nicht erstellt werden: proc_open(/dev/null): failed to open stream: Operation not permitted
  3. Genaue Zitatstelle gesucht, aus Sally Swift indirekt zu entnehmen
  4. Sally Swift: Reiten aus der Körpermitte Rüschlikon, Zürich, Stuttgart, Wien 1990, 2. Auflage S. 29-31 , ISBN 3-275-00956-7.
  5. Gustav Steinbrecht, Gymnasium des Pferdes|,1937, 4. Auflage, Richard Schröder Verlagsbuchhandlung, Berlin,Seiten 1-2